Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet von einem Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen mal was wichtiges abhängt. Kurz gefasst geht es um nicht mehr oder weniger als ob Schwarz-Geld, äh, Gelb, in Zukunft in der Lage ist, völlig ungehindert ihren Kurs zu fahren. Es könnte klappen das die Koalition diese Wahl verliert.
Eigentlich eine gute Nachricht, es bleibt abzuwarten bleiben, ob das Voting am Stichtag Veränderungen bringt. Der Revierverteidiger Rüttgers hat grad alle Hände voll zu tun seinen angeschlagen Haufen über die Runden zu bringen. Umso interessanter ist, was ihm für die Balz mit dem Stimmvieh so einfällt.
Nein, diesmal hat Rüttgers es nicht auf Ausländer abgesehen. Nur indirekt auf ihr Kulturgut. Das deutsche Liedgut ist in den Fokus seines Interesses gerückt. Natürlich hat er dabei nicht etwa an die Ärzte gedacht. Volkslieder sind es, die künftig den Unterricht an deutschen Schulen berreichern sollen. Mal ehrlich, was noch dümmeres is dem wohl nich eingefallen?
Ich höre sie schon lachen und fluchen, die künftigen Opfer Rüttgers ‘s neuer ‘Bildungsoffensive. Und zwar in allen ihren Sprachen. Übrigens ist das auch wieder ein schöner Hinweis, was Menschen wie Rüttgers unter Globalisierung verstehen. Export is geil, Import allerdings nicht. Hitler hatte früher auch schon die kranke Idee einer völligen Autarkie Deutschlands. Wirtschaftlich, politisch, kulturell. Man kann das auch als gesellschaftliche Inzucht betrachten. Nur so als Hinweis.
dfo
Jürgen Rüttgers, Rassenpopulist und Big Boss der nordrhein-westfälischen Provinz, ist erneut aufgefallen. Diesmal nicht durch pauschale Unterstellungen und Beleidigungen, sondern durch den Versuch, sich der Wirtschaft zum Kauf oder zur Miete anzubieten.
Gegenstand des Interesses ist diesmal ein sogenanntes ‘Partnerpaket’ zu dessen Umfang Raum für Werbestände und eben auch ein persönliches Gespräch mit dem Ministerpräsidenten am Rande eines CDU Parteitages gehören soll. Zwar ist es für die CDU nicht unüblich, auch auf Parteitagen eng mit Wirtschaftsverbänden zu kooperieren. Jedoch zeigt dieser Bericht erneut die völlige Verkommenheit dieser classe politique.
In Werbebriefen, die Im Auftrag der CDU an potentielle Interessenten verschickt wurden, bietet die Partei u.a. ‘Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen’. Für schlappe 20.000 Euro. Da soll noch mal einer sagen, direkte Demokratie funktioniert nicht. Ab bestimmten Vermögensverhältnissen klappt der Marsch durch die Instanzen vorbei an den Instanzen wunderbar.
Wenn man für 20.000 (ungefähr das was ein HartzIV Empfänger in 4 Jahren bezieht) ein vertrauliches Gespräch mit dem Ministerpräsidenten bekommen kann und dass sich auf die persönliche Steuersituation bzw. Auftragslage garantiert heilsam auswirkt, was muss man dann eigentlich hinblättern, um zum Gespräch ins Kanzleramt eingeladen zu werden. 200.000 Euro?
Mal zum Vergleich; wenn ein HartzIV Empfänger nicht zu einem Termin erscheint, bekommt er 15% Abzug. Müsste er analog zum Partnerpaket dann nicht eher einen 15%igen Aufschlag bekommen, damit er einen vernünftigen Anreiz hat, seine Zeit im Gespräch mit einem unnützen, von Steuergeldern bezahlten, Kretin zu verbringen? Aber Spaß beiseite.
Es steht übrigens auch jedem ‘normalen’ Menschen frei, sich mit dem Ministerpresidenten in Verbindung zu setzen. Jedoch geht das nur schriftlich und ohne daß die erforderliche Menge an Geldscheinen beigelegt wird, dürfte es das Schreiben allenfalls bis in die ‘Ablage P’ schaffen.
dfo


















