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Hallervorden rassistisch!

unglaublicher Skandal - Weisser spielt Schwarzen

10. Januar 2012

Autor:  dfo

Dieter Hallervorden wird für sein Stück “Ich bin nicht Rappaport” Rassismus vorgeworfen. Und zwar weil in diesem Stück ein Weisser einen Schwarzen spielt. Hallevorden selber spielt einen Juden. Darüber regt sich aber keiner auf, vielleicht weil Juden keine einheitliche Hautfarbe haben. Kann diese Problematik auch auf andere Bereiche auskömmlichen Mimentums übertragen werden?

Also wenn es rassistisch ist, als Weisser einen Schwarzen (der ja nicht wirklich schwarz ist) zu spielen, ist es dann auch sexistisch wenn Hape Kerkeling eine Frau spielt?  Ist Pierre Brice ein übler Lump weil er den grossen Apachenhäuptling gespielt hat und seinerseits über Bully Herbig hergefallen ist, weil dieser sich mit seinem Film “Schuh des Manitu” über Indianer lustig gemacht hätte? Was ist mit den niedlichen Sternsingern in der Weihnachtszeit; bagatellisieren sie in schäbiger Absicht das Gedenken an den höchstselbst herabgestiegenen (jüdischen) Heiland? Und was ist mit Michael Jackson; war der King of Pop der Antichrist weil er gerne weiss sein wollte obwohl er Schwarzer war?

Die Puristen der Theaterfanfront werden es wohl nicht wissen. Sonst würden sie allgemein keinen Gefallen daran finden, Leuten zuzugucken die ständig Menschen spielen, die sie nicht sind. Man sollte den Rassismusvowurf da lassen, wo er hingehört. Bezogen auf Clowns, die in Ostdeutschland oft  slawische Nachnamen führen (hihi), so clever aussehen wie  Säcke voll mit Badewannenstöpseln und sich wie Herrenmenschen fühlen. Und bis auf das Aussehen trifft nichts davon auf Hallervordern zu.

dfo