Das Attentat auf Josef Ackermann hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Die Flurschäden die der ehemalige Chef der Deutschen Bank angerichtet hat, sind längst irreparabel und sicher drohte ihm keine unmittelbare Gefahr, da ein Mensch wie Ackermann seine Post bestimmt nicht selber öffnet. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Der versuchte Anschlag lenkt auch prima vom Totalversagen der europäischen Politik gegenüber der selbstverursachten Finanz- und Schuldenkrise ab und übertüncht, zumindest hierzulande, die ekelhaften Morde geistesschwacher Neonazis, die von ihren staatlichen Überwachern nach Kräften in ihrem Mordwerk unterstützt wurden.
Für unsere Innenminister dürfte die Briefbombe der diesjährige Hauptgewinn sein. Nach all den gescheiterten Versuchen islamischen oder linken Terror herbei zu halluzinieren um endlich die Totalüberwachung einzuführen, haben sie jetzt in Form dubioser italienischer Anarchisten die Steilvorlage dazu. Kein überzeugter Linker wäre blöd genug ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem sich Globalisierung und Kapitalismus endlich selbst und für den dümmsten noch erkennbar als Schneeballsysteme entlarven, diesen militant entgegenzutreten. Also, cui bono?
dfo



















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